Grundgedanke der traumazentrierten Pädagogischen Arbeit

Der Grundgedanke der traumazentrierten Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und den Eltern sowie den Familien ist es, einen schützenden Rahmen zu bieten, indem die Kinder und Jugendlichen wahrgenommen, verstanden und geschützt sind. Dadurch entsteht ein erweiterter Blick auf das Erleben und Verhalten der Kinder und Jugendlichen. Wir erkennen in den „Auffälligkeiten“ der Kinder und Jugendlichen schützende Anteile, die das „Überleben“ des Kindes und Jugendlichen sicherten. Manchmal hält das Leben „unnormale“ Situationen bereit, die in diesem Zusammenhang gesehen, ein „normales“ Verhalten zum Schutz nach sich ziehen. Die Betreuung in der traumazentrierten Familienwohngruppe ist auf die Anerkennung und Annahme der schützenden Verhaltensweisen ausgelegt. Durch die Annahme des „Guten Grundes“ erfahren die Kinder und Jugendlichen so Wertschätzung ihrer Strategien. Das Verhalten wird als normale Reaktion auf eine unnormale Situation gesehen. Aufgabe der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es, die traumatischen Erlebnisse zu stoppen (wenn dies noch nicht geschehen ist), zu stabilisieren und die belastenden Situationen anders zu bewerten und schlussendlich als nicht mehr bedrohlich wahrzunehmen. So können Verhaltensweisen aufgegeben und erweitert werden. Zusätzlich wird ein verlässlicher, strukturierter und ritualisierter Rahmen geboten, indem sich die Kinder und Jugendlichen orientieren können. Angebote zur Psychoedukation, Körperwahrnehmung, Psychomotorik und der Wahrnehmung von Gefühlen werden angeboten, um die Kinder und Jugendlichen selbst zu befähigen Situationen die vorher belastend wirkten als zu bewältigend wahrzunehmen.